Deutsche Carrera Meisterschaft - Finale Explorer Cup 2026

Kottenheim 2026
Eine Deutsche Meisterschaft, die Geschichte schrieb
Marc Rochow wird Deutscher Carrera Meister
Kottenheim, 19. bis 21. Juni 2026. Drei Tage Motorsport im Maßstab 1:24. Eine rund 60 Meter lange Rennstrecke. Mehr als 650 Teilnehmer auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft. 34 Standorte in ganz Deutschland. 128 qualifizierte Finalisten. Fahrer aus mehreren Nationen. Und ein Wochenende, das sportlich bis zur letzten Runde Geschichten schrieb.
Die Deutsche Carrera Meisterschaft 2026 in Kottenheim war das bislang größte Finale des Carrera Explorer Cups. Am Ende stand mit Marc Rochow ein neuer Deutscher Gesamtmeister fest.
Doch Kottenheim 2026 sollte weit mehr hervorbringen als nur einen Champion. Es gab erstmals eine Deutsche Frauenmeisterin. Fabian Witt verteidigte seinen U18-Titel. Sabrina Bolde kämpfte sich als einzige Frau bis ins Halbfinale der offenen Gesamtmeisterschaft. Und in der U13-Wertung musste sogar nach dem Ende der Veranstaltung noch einmal genau hingesehen werden.
Das Ergebnis: Deutschland hatte 2026 nicht einen, sondern zwei U13-Meister. Juri Eichner und Ben Porzucek. Doch der Reihe nach.

Mehr als 650 Fahrer – und am Ende führt alles nach Kottenheim
Die Deutsche Meisterschaft begann nicht erst im Juni. Monatelang wurde zuvor im Carrera Explorer Cup um die Qualifikation gekämpft. An insgesamt 34 Standorten in Deutschland gingen Fahrerinnen und Fahrer an den Start. Mehr als 650 Teilnehmer nahmen im Verlauf der Saison an den Qualifikationen teil.
Über Standortwertungen und Regionsfinals führte der Weg schließlich zu einem einzigen Ziel: Kottenheim.
Für das große Finale waren rund 130 Teilnehmer gemeldet. 128 Fahrer qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft. Neben den deutschen Teilnehmern waren auch Fahrer aus Österreich, Luxemburg und der Schweiz Teil des Finalwochenendes.
Was ein Jahr zuvor in Kerpen bereits groß begonnen hatte, erreichte damit die nächste Stufe. Kottenheim wurde zum Treffpunkt einer ganzen Carrera-Saison.

60 Meter Rennstrecke mitten in der Stadthalle
Für eine Meisterschaft dieser Größenordnung brauchte es eine entsprechende Bühne. In der Stadthalle Kottenheim entstand eine rund 60 Meter lange Carrera-Digital-Rennstrecke auf einer Fläche von ungefähr zehn mal sechs Metern.
Unterschiedliche Kurvenradien, schnelle Passagen und technisch anspruchsvolle Abschnitte verlangten den Fahrern alles ab. Rund 200 Meter Kabel wurden für Technik, Zeitnahme, Rennleitung und Medienproduktion verlegt.
Doch spätestens mit dem ersten Start spielten diese Zahlen keine Rolle mehr. Jetzt zählten nur noch Runden, Positionen, Konzentration und die Fähigkeit, genau dann keinen Fehler zu machen, wenn der Druck am größten wurde.

128 Fahrer – aber nur 36 durften weiter
Über die Vorrunden wurde das Feld immer weiter sortiert. Jeder Fahrer wusste: Ein Fehler kann Plätze kosten. Ein schlechter Lauf kann das gesamte Wochenende verändern. Und irgendwann blieb von den 128 Finalisten nur noch die absolute Spitze übrig. Die Top 36.
Ab diesem Moment begann praktisch eine zweite Deutsche Meisterschaft. Jetzt trafen nur noch Fahrer aufeinander, die zuvor bereits bewiesen hatten, dass sie zu den Schnellsten des gesamten Feldes gehörten.
Der Druck stieg. Die Leistungsunterschiede wurden immer kleiner. Und ein Name tauchte dabei immer wieder ganz vorne auf: Marc Rochow.

Marc Rochow – auf dem Weg zum größten Titel
Marc Rochow aus Apensen zeigte bereits während der Meisterschaft, dass mit ihm zu rechnen war. Schnell zu sein, reicht bei einem solchen Finale allerdings nicht. Eine Deutsche Meisterschaft gewinnt man nicht mit einer einzigen schnellen Runde.
Man muss konstant bleiben. Man muss Zweikämpfe überstehen. Man muss mit Druck umgehen. Und vor allem muss man dann funktionieren, wenn ein einziger Fehler das Aus bedeuten kann.
Rochow funktionierte. Runde für Runde arbeitete er sich durch die entscheidende Phase der Meisterschaft. Aus 128 wurden 36. Aus 36 wurden immer weniger. Bis schließlich feststand:
Marc Rochow ist Deutscher Carrera Meister 2026.
Nach drei Tagen Racing hatte die Deutsche Meisterschaft ihren neuen Champion. Der wichtigste Titel des Wochenendes ging nach Apensen.

Der Champion von Kerpen war wieder da
Doch einer der Fahrer, auf die in Kottenheim besonders viele Augen gerichtet waren, war erst 15 Jahre alt: Fabian Witt.
Fabian hatte ein Jahr zuvor in Kerpen für eine der größten Überraschungen der bisherigen Meisterschaftsgeschichte gesorgt. Damals war er mit gerade einmal 14 Jahren zunächst Deutscher Jugendmeister geworden – und hatte anschließend auch noch die komplette offene Deutsche Meisterschaft gewonnen.
2026 kam Fabian deshalb nicht mehr als Geheimtipp nach Kottenheim. Er kam als: amtierender Deutscher Carrera Meister.
Und erneut zeigte er, dass sein Erfolg von Kerpen kein Zufall gewesen war. Fabian gehörte wieder zu den schnellsten Fahrern. Er kämpfte erneut um die vorderen Positionen. Und in seiner Altersklasse blieb er das Maß der Dinge.
Fabian Witt wird Deutscher U18-Meister 2026.
Damit verteidigte er seinen Jugendtitel aus dem Vorjahr erfolgreich. Die Titelverteidigung in der offenen Gesamtmeisterschaft gelang dagegen nicht. In einem entscheidenden Rennen wurde Fabian beim Start unverschuldet in einen Zwischenfall verwickelt. Der Traum von zwei Gesamtmeisterschaften in Folge war damit beendet.
Doch Fabian verließ Kottenheim erneut als Deutscher Meister. Zwei U18-Titel in Folge und der Gesamtmeistertitel 2025 – und das mit gerade einmal 15 Jahren.

U13 – zunächst schien alles entschieden
Auch bei den jüngsten Teilnehmern entwickelte sich ein hochspannender Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Nach dem Rennwochenende stand zunächst ein Sieger fest: Juri Eichner.
Juri wurde als Deutscher U13-Meister 2026 gewertet. Damit schien die Nachwuchsentscheidung gefallen.
Doch die Geschichte dieser Meisterschaft war noch nicht beendet. Denn bei der späteren Überprüfung des Rennverlaufs fiel eine Unstimmigkeit auf. Und sie betraf Ben Porzucek vom Porterring.

Die Runde, die Ben Porzucek fehlte
Im Rennverlauf war Ben Porzucek eine tatsächlich gefahrene Runde nicht gutgeschrieben worden. Auch die eingesetzte Virtual Assistant Racecontrol hatte diesen Fehler während der laufenden Veranstaltung nicht entsprechend korrigiert.
Eine einzige Runde. Im normalen Rennbetrieb vielleicht nur eine Zahl. Bei einer Deutschen Meisterschaft kann genau diese eine Runde jedoch über einen Titel entscheiden.
Der Fall wurde deshalb nach der Veranstaltung der Sportkommission vorgelegt. Dort wurde der Rennverlauf noch einmal überprüft. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass Ben die betreffende Runde tatsächlich zustand und sie seinem Ergebnis hätte hinzugefügt werden müssen.
Die Wertung wurde korrigiert. Und damit änderte sich auch die Geschichte der Deutschen Meisterschaft 2026.

Zwei Fahrer. Zwei Champions. Ein Titel.
Durch die nachträgliche Korrektur stand fest: Ben Porzucek hatte sportlich ebenfalls die Leistung erbracht, die zum U13-Meistertitel führte.
Die Konsequenz war eindeutig. Der Titel wurde nicht einem Fahrer genommen. Stattdessen wurde das Ergebnis korrigiert und beiden Leistungen Rechnung getragen.
Deutsche U13-Meister 2026
- 🏆 Juri Eichner
- 🏆 Ben Porzucek
Damit gab es bei der Deutschen Carrera Meisterschaft 2026 erstmals eine Doppelmeisterschaft in der U13-Wertung. Eine außergewöhnliche Entscheidung. Aber vor allem eine sportlich notwendige.
Denn am Ende muss bei einer Deutschen Meisterschaft das zählen, was tatsächlich auf der Strecke geleistet wurde. Auch dann, wenn ein Fehler erst nach der letzten Siegerehrung erkannt wird.

Sarah Rochow schreibt Geschichte
Kottenheim 2026 brachte noch eine weitere Premiere. Erstmals wurde bei einer Deutschen Meisterschaft ein eigenes Frauenfinale ausgetragen.
Neun Fahrerinnen waren über das Wochenende in den verschiedenen Gruppen der Gesamtmeisterschaft angetreten. Nun ging es erstmals um einen eigenen offiziellen Meistertitel. Und die erste Siegerin dieses Titels hieß: Sarah Rochow.
Sarah Rochow wurde damit zur ersten Deutschen Carrera Meisterin.
Ein historischer Erfolg. Und gleichzeitig entstand eine außergewöhnliche Familiengeschichte. Denn während Sarah den ersten Frauentitel der Meisterschaftsgeschichte gewann, holte Marc Rochow den größten Titel des gesamten Wochenendes.
Marc Rochow – Deutscher Gesamtmeister. Sarah Rochow – Deutsche Frauenmeisterin. Zwei Titel. Eine Familie. Ein Wochenende, das beide vermutlich nie vergessen werden.

Sabrina Bolde – mitten unter Deutschlands Besten
Dass Frauen in Kottenheim keineswegs nur in einer eigenen Wertung konkurrenzfähig waren, bewies eindrucksvoll: Sabrina Bolde.
Sie kämpfte sich durch die offene Gesamtmeisterschaft. Gegen einige der schnellsten Männer Deutschlands. Gegen erfahrene Slotracer. Gegen ehemalige Champions. Und sie kam weiter. Und weiter.
Bis schließlich feststand: Sabrina Bolde steht im Halbfinale der Deutschen Gesamtmeisterschaft.
Als einzige Frau erreichte sie diese Phase des Wettbewerbs. Damit gehörte sie sportlich zu den besten Fahrerinnen und Fahrern des gesamten Finalwochenendes. Eine der stärksten Leistungen von Kottenheim 2026.

Die Hitze wurde zum Gegner
Doch nicht nur die Konkurrenz machte den Fahrern das Leben schwer. Kottenheim wurde heiß. Sehr heiß.
Bei Temperaturen von teilweise rund 36 Grad entwickelte sich die Stadthalle zu einer zusätzlichen Herausforderung. Die Rennen gingen teilweise bis tief in die Nacht. Die Fahrer mussten über Stunden konzentriert bleiben. Technik und Menschen wurden gleichermaßen gefordert.
Und trotzdem ging es auf der Strecke weiterhin um Zehntel und Hundertstel. Aufgeben? Keine Option. Es war Deutsche Meisterschaft.

Die Meister von Kottenheim 2026
🏆 Deutscher Carrera Gesamtmeister
Marc Rochow
🏆 Deutsche U18-Meisterschaft
Fabian Witt
🏆 Deutsche U13-Meisterschaft
Juri Eichner & Ben Porzucek – Doppelmeister nach nachträglicher Entscheidung der Sportkommission aufgrund einer im Rennverlauf nicht gewerteten Runde von Ben Porzucek.
🏆 Deutsche Frauenmeisterschaft
Sarah Rochow
Besondere sportliche Leistung
Sabrina Bolde – Halbfinalistin der offenen Deutschen Gesamtmeisterschaft und einzige Frau in dieser Phase des Wettbewerbs.

Auch neben der Strecke wuchs die Meisterschaft
Kottenheim zeigte nicht nur sportlich, wohin sich der Carrera Explorer Cup entwickelt hatte. Auch die mediale Produktion erreichte eine neue Dimension.
Mehrere Livestreams begleiteten das Wochenende. Tracking-Kameras verfolgten die Rennen. Ergebnisse und Live-Timings wurden über eine eigens entwickelte API in die Übertragung integriert. Content Creator und Streamer begleiteten das Finale.
In der Spitze sahen 211 Zuschauer gleichzeitig den Livestream. Rund 200 Meter Kabel verbanden Kameras, Renntechnik, Zeitnahme und Produktion.
Was wenige Jahre zuvor noch wie ein klassisches Slotcar-Rennen ausgesehen hätte, entwickelte sich immer stärker zu einem modernen Motorsport-Event im kleinen Maßstab. Doch trotz aller Technik blieb das Wichtigste analog: Die Menschen.

Es wurde gewonnen. Und es wurde verloren.
Eine Deutsche Meisterschaft besteht nicht nur aus Pokalen. Für jeden, der gewinnt, gibt es Fahrer, deren Traum wenige Sekunden vorher endet.
Manche hatten sich monatelang vorbereitet. Manche waren hunderte Kilometer angereist. Manche hatten sich durch mehrere Qualifikationsstufen gekämpft. Und manchmal entscheidet dann eine Kurve. Ein Unfall. Eine Spurwechselentscheidung. Oder eine einzige Runde.
Genau deshalb lagen in Kottenheim Freude und Enttäuschung so dicht nebeneinander. Bei Marc Rochow war es der Moment, in dem feststand: Deutscher Meister.
Bei Fabian Witt die Enttäuschung über das Ende der Titelverteidigung – verbunden mit der Freude über die erneute U18-Meisterschaft. Bei Sarah Rochow war es ein Stück Geschichte. Bei Sabrina Bolde der Beweis, bis in die absolute Spitze fahren zu können.
Bei Juri Eichner zunächst der große Triumph. Und bei Ben Porzucek eine Geschichte, deren Ende erst nach Kottenheim geschrieben werden sollte.

Auch nach der Zielflagge muss Sport fair bleiben
Gerade der Fall der U13-Meisterschaft wurde damit zu einem wichtigen Teil von Kottenheim 2026.
Technik kann helfen. Software kann Rennleitungen unterstützen. Eine Virtual Assistant Racecontrol kann Entscheidungen erleichtern und Daten auswerten. Aber am Ende muss ein sportliches Ergebnis überprüfbar bleiben.
Als deutlich wurde, dass Ben Porzucek eine gefahrene Runde fehlte, wurde der Vorgang durch die Sportkommission aufgearbeitet. Der Fehler wurde festgestellt. Das Ergebnis wurde korrigiert. Und Ben bekam den Titel zugesprochen, den er sich auf der Strecke ebenfalls erkämpft hatte.
Nicht gegen Juri Eichner. Sondern gemeinsam mit ihm. Deshalb werden in den Ergebnislisten der Deutschen Meisterschaft 2026 zwei Namen stehen: Juri Eichner. Ben Porzucek. Zwei Deutsche U13-Meister.

Von Kerpen nach Kottenheim
Nur ein Jahr zuvor hatte die Deutsche Meisterschaft in Kerpen stattgefunden. 103 Finalisten waren damals dabei. Ein 14-jähriger Fabian Witt überraschte die gesamte Konkurrenz und wurde Jugend- und Gesamtmeister. Damian Bolde gewann den Titel bei den jüngsten Fahrern.
Kerpen zeigte, welches Potenzial in dieser Meisterschaft steckt. Kottenheim zeigte ein Jahr später, was daraus geworden war.
Mehr als 1.000 Teilnehmer über die Saison. 35 Standorte. 127 qualifizierte Finalisten. Eine rund 60 Meter lange Finalstrecke. Ein eigenes Frauenfinale. Zwei U13-Meister. Und eine mediale Produktion, die weit über eine klassische Slotcar-Veranstaltung hinausging.
Die Deutsche Carrera Meisterschaft war gewachsen.

Was von Kottenheim bleibt
Irgendwann am Sonntagabend wurde es stiller in der Stadthalle. Die letzten Rennen waren gefahren. Pokale waren vergeben. Fahrer packten ihre Fahrzeuge ein. Kabel wurden zusammengerollt. Die Strecke wurde wieder abgebaut.
Doch einige Namen werden mit diesem Wochenende verbunden bleiben.
Marc Rochow, der sich zum Deutschen Carrera Meister krönte. Sarah Rochow, die als erste Deutsche Frauenmeisterin Geschichte schrieb. Fabian Witt, der seine U18-Krone verteidigte. Sabrina Bolde, die sich bis unter die besten Fahrer der offenen Meisterschaft kämpfte. Juri Eichner, der sich den U13-Titel erkämpfte. Und Ben Porzucek, dessen Meisterschaft erst nach genauer Überprüfung vollständig erzählt werden konnte.
Vielleicht ist gerade seine Geschichte eine der wichtigsten dieses Wochenendes. Denn sie erinnert daran, worum es bei einer Meisterschaft am Ende gehen muss: Nicht darum, wer zuerst auf einer Ergebnisliste steht. Sondern darum, was auf der Strecke tatsächlich passiert ist.

Kottenheim 2026
Mehr als 650 Fahrer hatten sich auf den Weg gemacht. 128 erreichten das große Finale. 36 schafften es in die entscheidende Phase. Und nur wenige durften am Ende einen Meistertitel mit nach Hause nehmen.
Doch jeder von ihnen war Teil eines Wochenendes, das die Entwicklung des Carrera Explorer Cups eindrucksvoll sichtbar machte.
- Marc Rochow – Deutscher Carrera Meister 2026
- Sarah Rochow – Deutsche Carrera Meisterin 2026
- Fabian Witt – Deutscher U18-Meister 2026
- Juri Eichner & Ben Porzucek – Deutsche U13-Meister 2026
Vier Wertungen. Fünf Champions. Eine Deutsche Meisterschaft.
Kottenheim 2026. Ein Wochenende, das Geschichte geschrieben hat.

Impressionen aus Kottenheim





























































