Carrera European Masters 2026 – „Race As One“

Puch bei Hallein 2026

Ein magisches Wochenende unter dem Motto „Race As One“

5Nationen
72Teilnehmer
48mRennstrecke
2Europameistertitel
„Race As One“Motto des Wochenendes

Ein magisches Wochenende unter dem Motto „Race As One“

Am 25. und 26. September wurde die Carrera WORLD in Puch bei Hallein zum Treffpunkt einer europäischen Rennsportfamilie. Die Carrera European Masters 2026 verbanden hochklassigen Wettbewerb mit persönlichen Begegnungen, großer Gastfreundschaft und einer Begeisterung, die weit über die Rennbahn hinausreichte. Gemeinsam hatten Carrera und die Slottis Supreme Masters ein Wochenende geschaffen, an dem das Motto „Race As One“ überall spürbar wurde.

Alle Teilnehmer der European Masters 2026 vor der Carrera WORLD
Alle Teilnehmer der European Masters 2026 vor der Carrera WORLD

Ein Empfang, der schon für große Gefühle sorgte

Bereits die Ankunft machte deutlich, dass diese Meisterschaft etwas Besonderes werden sollte. Durch den Haupteingang von Carrera wurden die Fahrer zum Empfang geleitet. Dort unterschrieben sie die Datenschutzunterlagen und erhielten eine kleine schwarze, versiegelte Box mit den bereitgestellten Rennkomponenten.

Auf dem Weg in die Carrera WORLD folgte die persönliche Unterschrift auf einer gemeinsamen Alu-Dibond-Tafel. Name für Name entstand ein sichtbares Zeichen dafür, wer dieses erste gemeinsame EM-Wochenende mit Leben füllte.

Die Materialboxen durften erst unter Aufsicht der Rennleitung geöffnet werden. Hinter diesem von Mario Renz entwickelten Ablauf steckten zahlreiche Vorbereitungen und ein erheblicher personeller Einsatz. Das Organisationsteam und die Helfer der SSM setzten die anspruchsvollen Ideen gemeinsam mit Carrera um und sorgten dafür, dass sportliche Sorgfalt und ein persönlicher Empfang zusammenfanden.

Die Eröffnung am Samstagmorgen durch Roger Kettler unterstrich zusätzlich, welchen Stellenwert die European Masters für Carrera hatten. Für die Teilnehmer war es ein starkes Zeichen der Wertschätzung.

Besondere Alu-Dibond-Tafel mit den Unterschriften der Fahrer
Besondere Alu-Dibond-Tafel mit den Unterschriften der Fahrer

Europäische Klasse auf der Rennbahn

Von Beginn an zeigte sich die enorme Leistungsdichte des Teilnehmerfeldes. Zahlreiche Fahrer lieferten großartige Rennen, kämpften um jede Position und machten bereits die frühen Läufe sehenswert. Besonders Sascha Neuwald, Tom Hopp und Oliver Schulz präsentierten sich früh in starker Form und gehörten zu den sportlichen Ausrufezeichen des Wochenendes.

Auch die spanischen Teilnehmer überzeugten. Aus der Analogszene brachten sie beeindruckendes Tempo und großes fahrerisches Können mit. Ihre größte Herausforderung waren die Besonderheiten des digitalen Rennens, etwa die Boxenanfahrt und die Abläufe rund um die Strafbox. Auch wenn es nicht bis ganz nach vorn reichte, zeigten sie deutlich, welches Potenzial in ihnen steckt.

Ebenso beachtlich waren die Leistungen des Teams aus Luxemburg. In einem derart engen Feld entschieden kleine Details und mitunter auch das Rennglück über den weiteren Turnierverlauf. Einen besonderen Erfolg konnte Joelle Wiltgen aus Luxemburg als beste Frau im gesamten Teilnehmerfeld feiern.

Mit jeder Runde der Meisterschaft stieg die Spannung. Im Halbfinale führte eine besonders starke Besetzung schließlich zu einer sogenannten „Todesgruppe“. Schon der Einzug ins Finale verlangte höchste Konzentration, Nervenstärke und konstant schnelle Runden.

Die richtige Tankstrategie war entscheidend für den Sieg
Die richtige Tankstrategie war entscheidend für den Sieg

Ein Finale mit Weltklasse-Prädikat

Das entscheidende Rennen bot schließlich alle Zutaten eines außergewöhnlichen Finales: einen packenden Zweikampf, raffinierte Boxenstrategien, einen folgenschweren Abflug und eine Titelentscheidung, die bis kurz vor Schluss offenblieb.

Im Mittelpunkt standen Sascha Neuwald und Tom Hopp. Beide lieferten sich ein Duell, in dem neben dem fahrerischen Tempo auch die Entscheidungen an der Box den Ausschlag gaben. Neuwald geriet im Verlauf des Finales zweimal ins Hintertreffen und musste sich zurückkämpfen. Besonders dramatisch wurde es in der Schlussphase, als er bei einer Überrundung abflog. Hopp lag vorn – und plötzlich schien der Titel zum Greifen nah.

Doch nun wurde Hopps zuvor gewählte Tankstrategie entscheidend. Er hatte seinen Boxenaufenthalt so bemessen, dass er vor Neuwald auf die Strecke zurückkehren konnte. Dieser zunächst erfolgreiche Schachzug hatte einen Preis: Der verbliebene Tankinhalt reichte nicht bis ins Ziel. Kurz vor Rennende musste Hopp noch einmal zum Nachtanken an die Box. Der zusätzliche Stopp kostete ihn die Führung und letztlich den möglichen Sieg.

Das Duell des Finales zwischen Tom Hopp und Sascha Neuwald
Das Duell des Finales zwischen Tom Hopp und Sascha Neuwald

Das Podest der Gesamtwertung

Neuwald nutzte seine Chance und sicherte sich den Europameistertitel. Gegen einen enorm starken Tom Hopp hatte er die überzeugendere Gesamtleistung gezeigt und auch nach Rückschlägen die Ruhe bewahrt. Johann Kögler komplettierte hinter Neuwald und Hopp das Podium.

Entsprechend groß war die Freude bei der Siegerehrung: Die drei Besten durften neben Pokalen und Urkunden auch Gutscheine für den Carrera Online-Shop entgegennehmen – 1.000 Euro für den Europameister, 500 Euro für den Vizeeuropameister und 250 Euro für den Drittplatzierten. Ein würdiger Abschluss eines Wochenendes, das bis zur letzten Runde spannend geblieben war.

Aus Sicht der SSM war es das bislang beste Finale ihrer Veranstaltungsgeschichte. Sportliche Qualität, taktische Spannung und die kaum zu überbietende Dramatik machten es zu einem Rennen, das das Prädikat „Weltklasse“ verdiente.

Das Podest der Gesamtwertung: Tom Hopp, Sascha Neuwald und Johann Kögler
Das Podest der Gesamtwertung: Tom Hopp, Sascha Neuwald und Johann Kögler

Begeisternde Übertragung

Die Kommentatoren der SSM leisteten dabei ebenfalls ganze Arbeit. Mario Renz und Tobias Trzoska führten mit Leidenschaft und einem feinen Gespür für die entscheidenden Situationen durch das Finale, machten die strategischen Zusammenhänge verständlich und transportierten die Dramatik dieses Duells bis zu den Zuschauern vor den Bildschirmen.

Unterstützt wurden die beiden von einem besonderen Experten: Der amtierende Deutsche Meister Marc Rochow, der selbst im B-Finale an den Start ging, war der perfekte Experte am Kommentatorenpult. Mit seinem Insiderwissen ordnete er Fahrweisen, Boxenstrategien und die entscheidenden Schlüsselmomente fachkundig ein und verlieh der Übertragung zusätzliche Tiefe.

Die SSM-Kommentatoren begleiteten das Finale mit Leidenschaft
Die SSM-Kommentatoren begleiteten das Finale mit Leidenschaft

Die nächste Generation begeistert Europa!

Die Carrera European Masters in Puch haben gezeigt, wie stark die nächste Generation im Digital Racing bereits ist – drei deutsche Nachwuchsfahrer sicherten sich das U18-Podest.

Europameister Levian von Harten wandelt mit Blick auf die Deutsche Meisterschaft längst auf den Spuren von Fabian Witt und bewies sein Können nun auch international. Vizeeuropameister Mike Schoof zeigte großes Potenzial, kam zum Ende jedoch beim Reifenmanagement an seine Grenzen. Fabian Witt komplettierte das Podest und unterstrich damit auch über die Deutschen Meisterschaften hinaus seine Klasse.

Das Podest zeigt, wie sehr die Jugendarbeit in den letzten zwei Jahren an Fahrt aufgenommen hat. Durch Förderung, Rennpraxis und die Unterstützung in Vereinen, Familien und der SSM ist eine neue Generation herangewachsen – zu der auch österreichische Talente wie Leo Rauch und Elisa Müller gehören. Die European Masters bringen diesen Nachwuchs über Ländergrenzen hinweg zusammen und schaffen eine Bühne, auf der er sich messen und gemeinsam weiterentwickeln kann.

Das Podest der U18 Wertung: Mike Schoof, Levian von Harten und Fabian Witt
Das Podest der U18 Wertung: Mike Schoof, Levian von Harten und Fabian Witt

Ein Sondermodell und ein besonderer Moment des Schicksals

Mit Sascha Neuwalds Titelgewinn verband sich eine Geschichte, die dieses Wochenende zusätzlich bereicherte. Gemeinsam mit Mario Renz hatte er das SSM/VEDES-Sondermodell mitgestaltet. Beide hatten im Vorfeld selbst noch keines dieser Fahrzeuge erhalten. Gleichzeitig stand fest, dass der neue Europameister mit einem solchen Modell ausgezeichnet werden sollte.

Dass ausgerechnet Neuwald den Titel gewann und damit ein Fahrzeug erhielt, an dessen Entstehung er selbst beteiligt gewesen war, gab der Siegerehrung eine besondere persönliche Note.

Für Mario Renz war dies ein augenzwinkernder Hinweis darauf, dass es vielleicht doch einen Renngott gibt. Vor allem aber war es ein Moment aufrichtiger Freude für einen Weggefährten, dem er diesen sportlich verdienten Erfolg von Herzen gönnte.

Das SSM/VEDES Sondermodell der European Masters 2026
Das SSM/VEDES Sondermodell der European Masters 2026

Gastgeber mit Herz und Helfer mit vollem Einsatz

Die besondere Atmosphäre entstand auch durch die Menschen hinter den Kulissen. Das Carrera-Team war während des gesamten Wochenendes ansprechbar und unterstützte überall dort, wo Hilfe gebraucht wurde.

Besonderer Dank gilt Andreas Kendler, der sich bereits in den Wochen und Monaten vor der Meisterschaft intensiv um die Vorbereitung kümmerte. Je näher die Veranstaltung rückte, desto mehr Details mussten abgestimmt werden – vom Catering bis zu den zahlreichen organisatorischen Fragen. Sein Einsatz trug wesentlich zum Gelingen bei.

Auch bei kurzfristigen technischen Herausforderungen war Unterstützung schnell zur Stelle. Manuel sorgte beispielsweise dafür, dass ein Problem im Zusammenspiel von Beleuchtung und Bahntechnik innerhalb kürzester Zeit behoben wurde. Gemeinsam mit dem Organisationsteam und der Helfertruppe der SSM entstand ein Zusammenspiel, auf das sich die Teilnehmer verlassen konnten.

Die Organisatoren der SSM bei der Ansprache vor dem Finale
Die Organisatoren der SSM bei der Ansprache vor dem Finale

Eine große Rennsportfamilie aus ganz Europa

Wie sehr „Race As One“ gelebt wurde, zeigte sich besonders beim gemeinsamen Mittagessen in der Carrera-Kantine. Kurzerhand pausierte das gesamte Event, damit alle zusammenkommen konnten. Einschließlich der Begleitpersonen saßen nach Einschätzung der Organisatoren mehr als 100 Menschen gemeinsam an den Tischen.

Es wurde gegessen, gelacht und über Rennen gesprochen. Zwischen Fahrern aus verschiedenen Ländern, Helfern, Angehörigen und dem Carrera-Team entstand Raum für Begegnungen, der im engen Rennplan sonst leicht zu kurz kommt.

Viele Teilnehmer kennen und schätzen sich bereits seit Jahren über Ländergrenzen hinweg. Auch die langjährige Freundschaft zwischen Thorsten Fall und Mario Renz steht beispielhaft für diese Verbindungen. In Puch bei Hallein wurden sie weiter gepflegt und um neue Bekanntschaften bereichert.

Eine besonders persönliche Geste galt Mike Schoof und Daniel Bratzler, die an diesem Tag Geburtstag hatten und beide von Carrera geehrt wurden. Dass neben den sportlichen Erfolgen auch solche persönlichen Anlässe ihren Platz bekamen, unterstrich den familiären Charakter der Veranstaltung.

Eine große Familie aus ganz Europa, vereint durch die Begeisterung für Carrera – in diesen Momenten wurde dieser Gedanke greifbar.

Die Top-24 Fahrer vor dem großen Finale
Die Top-24 Fahrer vor dem großen Finale

Ein Unikat für einen guten Zweck – die „SSM-Puch Edition“

Kurzfristig und mit viel Einsatz fertigte Andreas Weiss zur Carrera European Masters ein ganz besonderes SSM Sondermodell: die „SSM-Puch Edition“ – ein echtes Einzelstück in einer Auflage von genau einem Fahrzeug.

Im Auftrag von Carrera wurde dieses Unikat über die SSM von Mario Renz versteigert. Marco Preuss sicherte sich das besondere Modell für 1.100 Euro.

Der gesamte Erlös kommt einem nachhaltigen und gemeinnützigen Zweck zugute. Marco wird als Ersteigerer eng in die weiteren Abläufe und die konkrete Verwendung des Erlöses eingebunden.

Ein herzliches Dankeschön an Andreas, Carrera und Marco, die diese besondere Aktion möglich gemacht haben!

Die „SSM-Puch Edition“, versteigert für einen guten Zweck
Die „SSM-Puch Edition“, versteigert für einen guten Zweck

Worte, die bleiben

Einen bewegenden Abschluss setzte Nadine Katz mit ihrer Rede. Offen und persönlich beschrieb sie sinngemäß das Zusammenspiel zwischen Carrera und seiner Community: Carrera entwickelt und baut die Fahrzeuge; die Fahrer bringen das Wissen, die Erfahrung und die Leidenschaft mit, um sie auf der Rennbahn bestmöglich einzusetzen.

Gerade diese ehrliche Wertschätzung machte ihre Worte besonders. Sie zeigte, dass auch das Carrera-Team die Emotionen dieses Wochenendes spürte und den Mythos der Marke gemeinsam mit der Community lebendig halten möchte. Zugleich wurde der Wunsch deutlich, eine solche Begegnung künftig zu wiederholen.

Die Begeisterung reichte weit über die Carrera WORLD hinaus. Nach Angaben der SSM hatten die YouTube-Videos und -Streams rund um die Veranstaltung bis zum 30. September bereits mehr als 50.000 Aufrufe erreicht. So konnten zahlreiche Menschen auch aus der Ferne an den Rennen, den Entscheidungen und den besonderen Momenten teilhaben.

Für Mario Renz bleibt eine aus seiner Sicht nahezu fehlerfrei organisierte Veranstaltung, getragen vom Einsatz der Helfer, der Zusammenarbeit mit Carrera und dem respektvollen Miteinander der Teilnehmer. Ein Wochenende, an dem sportlicher Ehrgeiz und Gemeinschaft zusammengehörten – und an dem „Race As One“ weit mehr war als ein Motto.

Sein persönliches Fazit als erster Vorsitzender der Slottis Supreme Masters:

„Dieses Wochenende war ein magisches.“

Nadine Katz mit dem Europameister Sascha Neuwald
Nadine Katz mit dem Europameister Sascha Neuwald